E-Mail-Kampagnen sind nach wie vor ein effektives Werkzeug im Marketing. Schließlich tätigen 44 Prozent der E-Mail-Empfänger einen Kauf aufgrund einer Werbe-Mail. Auch die sozialen Netzwerke tun dem Erfolg von Werbe-Mails wider Erwarten keinen Abbruch, denn es ist tatsächlich fünf Mal wahrscheinlicher, dass jemand eine Werbe-Mail statt eines Facebook-Eintrags sieht.

In einer Zeit, in der täglich bis zu 269 Milliarden Mails versendet und empfangen werden, gilt es, durch kreative Inhalte und ein auffälliges Design zu überzeugen. Nur so kann eine Werbe-Mail wirklich erfolgreich sein. Wie das geht, zeigen die folgenden Kampagnen.

1. „Gib mir ein GIF“

Der Lieferdienst Postmates beweist, dass GIFs nicht nur in Social Posts, sondern auch in Werbe-Mails gut funktionieren. Beim Öffnen der Mail springt dem Empfänger zum Beispiel ein schön drapiertes mexikanisches Festmahl entgegen, um das Tortilla-Chips kreisen.

Diese animierte Version ist ein echter Hingucker und regt sicherlich den Appetit der Leser an. Gepaart mit einem kurzen, lustigen Text darunter macht es die E-Mail perfekt und beweist abermals: (Bewegt-)Bild sagt mehr als tausend Worte.

Auch Ghost, eine freie Blogging-Plattform, setzt auf lustige GIFS in ihren Werbe-Mails. In diesem Beispiel bezieht sie personenbezogene Daten ein, hier den Namen eines Freundes des Empfängers, an den die Plattform weiterempfohlen wurde. Das zeugt von reichlich Witz und Raffinesse, denn individuelle Kundenansprachen sind ja bekanntermaßen immer gern gesehen.

2. „Verrat‘ mir deine Mail-Adresse und ich sag dir, was du kochst“

Dank der Werbemail dieses Unternehmens gehen den Lesern nie wieder die Ideen für die wöchentliche Essensplanung aus: Das Unternehmen Cook Smarts, das Leser auf seiner Webseite mit Kochvideos zum Nachkochen versorgt, verschickt wöchentlich seinen „Weekly Eats“-Newsletter. Darin finden sich Rezepte für jeden Tag. Die Inhalte sind auch grafisch ansprechend verpackt. Rund um also ein sehr gelungener Newsletter, der den Usern einen echten Mehrwert bietet.

3. „Goodbye Merkliste“

Bei Airbnb finden User nicht nur ansprechende Appartements, sondern auch perfekt aufbereitete Newsletter. Mit ihren ebenfalls personalisierten Mails spricht das Unternehmen genau die Kunden an, die sich einen Tag zuvor zwar Angebote auf ihrer Webseite angeschaut, jedoch nichts gebucht haben. Das Prinzip funktioniert dabei wie folgt: Die Trefferliste, die der User am Vortag angezeigt bekam, wird in der Mail eingeblendet. Um das Angebot noch verlockender zu gestalten und den User dazu zu animieren, seine Suche nach Appartements fortzusetzen, werden zusätzlich noch Treffer in einer ähnlichen Preisklasse angezeigt. Die klassische „Merkliste“ wird somit beinahe überflüssig.

4. „Das könnte dich auch interessieren“

Wer Netflix Kunde ist, wird diesen Satz sicher kennen: „Das könnte dich auch interessieren“. Ein ähnliches Prinzip, das Airbnb in seinen Mails verfolgt. Dieses Prinzip hat sogar einen Namen: Behavioral-Mails. Das bedeutet nichts anderes als die Integration der Webanalyse ins E-Mail-Marketing. Die kontinuierlich gespeicherten Informationen über das Verhalten eines Users im Web geraten nämlich nicht etwa auf irgendeiner Datenbank in Vergessenheit, sondern werden unter anderem zur individuellen Kundenansprache genutzt. So verweist Netflix in seinen Werbe-Mails auf bereits geschaute Filme und Sendungen des Nutzers und schlägt ihm darauf aufbauend Inhalte aus einem ähnlichen Genre vor.

5. „Don’t Let Me Go“

Beispiele für den optimalen Einsatz von Call-to-Action-Buttons in Mails gibt es viele. Beinahe jede gute Werbe-Mail enthält einen. Die Idee von HireVue überzeugt dabei aber besonders. Um die User davon zu überzeugen, weiterhin Abonnent zu bleiben, entscheidet sich das Unternehmen für einen sehr kurzen Text mit einem darunter folgenden, sehr unterhaltsamen CTA, der die Conversion Rate steigen lassen soll.

Wenn auch Sie Ihre Kunden mit einer Newsletter-Kampagne überzeugen möchten, lohnt es sich, unsere Infografik rund ums E-Mail-Marketing anzuschauen: