Lastenheft vs. Pflichtenheft

Zugegeben, es klingt ganz schön nach alter Schule, aber sowohl das Lasten- als auch das Pflichtenheft können jede Projektumsetzung enorm erleichtern. Also besser weg vom Gedanken an staubige Papiermappen – und rein in die perfekte Planung Ihrer Website.

Die Erstellung beim Lastenheft liegt klar in den Händen des Auftraggebers. Dieser muss neben den Rahmenbedingungen der Projektdurchführung so präzise wie möglich beschreiben, was die Anforderungen an den Auftragsausführenden sind. Dafür werden sowohl die Ausgangssituation, der IST-Zustand, als auch die Zielsetzung, also der SOLL-Zustand, festgelegt. Das Projekt muss bis ins Kleinste definiert werden: Dazu gehören neben den funktionalen Anforderungen, die das Endprodukt erfüllen soll, auch die nichtfunktionalen Anforderungen wie beispielsweise die Erweiterbarkeit des Produkts.

Es geht darum, möglichst wenig Spielraum für Interpretationen offen zu lassen. Wichtige Meilensteine sollten im Lastenheft ebenso wie feste Zuständigkeiten und Schnittstellen genauestens festgelegt werden. Wichtig ist dabei, dass hier das Problem beschrieben wird und nicht die Lösung. Die erfolgt nämlich im nächsten Schritt, der Erstellung des Pflichtenhefts.

Ihr kostenloses Lastenheft

Das Pflichtenheft wird in der Regel auf Basis des Lastenheftes erstellt

Hier beschreibt der Dienstleister, wie das Projekt mit allen Anforderungen umgesetzt wird. Welche Prozesse werden durchlaufen, Methoden genutzt und Tools werden herangezogen. Was gerne missachtet wird, in der Praxis aber als extrem hilfreich gilt, ist neben der Formulierung von Zielen auch die Formulierung von Nicht-Zielen. Sprich: Es wird ebenso klar definiert, was nicht Teil der korrekten Auftragserfüllung ist. So werden Missverständnisse vermieden und das Risiko vermindert sich auf beiden Seiten der Projektpartner.

Die perfekte Grundlage für die Zusammenarbeit

Auch wenn die beiden Hefte so präzise wie möglich sein sollten, ist es nicht ausgeschlossen, dass im Nachhinein noch einzelne Punkte verändert werden. Bei unvorhergesehenen Situationen oder Entwicklungen, zum Beispiel Gesetzesänderungen, müssen sich die Partner erneut abstimmen und die Hefte entsprechend anpassen. Zudem ist es wichtig, das Lastenheft projektspezifisch zu gestalten – Lastenheft ist also nicht gleich Lastenheft. Viele Kunden lassen sich bei der Erstellung daher gern von Fachleuten beraten und definieren Ihre Anforderungen gemeinsam in einem Workshop.