Live-Videos in Sozialen Netzwerken: Schnell, schneller, am schnellsten?

Facebook setzt auf Videos. Wer es noch nicht mitbekommen hat, ist wahrscheinlich nicht bei dem Sozialen Netzwerk angemeldet. Wo früher noch etliche Selfies, Panoramafotos oder dergleichen in der Timeline auftauchten, kämpfen mittlerweile Bewegtbildinhalte um die Gunst des Users. Und da Facebook, Twitter und Co. ein zeitnahes Erlebnis bieten wollen, ist der nächste Schritt nur logisch: live müssen die Videos ausgestrahlt werden.

Wie wichtig dieses Formatfür Facebook ist, zeigen auch die jüngsten Nachrichten. Das US-amerikanische Unternehmen ermöglicht es nun unter anderem Nutzern, sich in privaten Chaträumen während der Live-Übertragung zu unterhalten. Außerdem kann der Initiator des Live-Videos künftig durch die Funktion „Live with“ andere User in die Übertragung hinzufügen.

Dennoch benutzen erstaunlich wenige Unternehmen die Funktion von Facebook. Dabei bietet sie eine Vielzahl von Vorteilen und Möglichkeiten. Wir als Online-PR-Agentur beantworten die wichtigsten Fragen.

Welche Vorteile hat Facebook Live?

Neben den offensichtlichen Vorteilen einer Live-Funktionen bietet „Facebook Live“ auch immense Vorteile innerhalb des Facebook-Kosmos: Live-Streams werden aufgrund des Facebook-Algorithmus‘ nämlich besonders hoch im Newsfeed gelistet. Somit hat dieses Format eine deutlich bessere Chance, hohe Reichweiten zu erzielen.

Die Analyse des Social-Media-Riesen fällt ebenfalls äußerst positiv aus. Laut Facebook verbringen User mit Live-Videos dreimal mehr Zeit als mit aufgezeichnetem Videomaterial. Und da der Initiator des Videos direkt auf Fragen antworten kann, soll das Format für zehn Mal mehr Kommentare als bei herkömmlichen Videobeiträgen sorgen. Auch nicht zu unterschätzen: „Freunde“ bekommen eine Benachrichtigung, wenn jemand gerade live ist oder es war.

Was passiert mit Videos von „Facebook Live“?

In Zeiten von Snapchat und Instagram ist es nicht verwerflich, davon auszugehen, dass die Live-Videos nach Beendigung der Übertragung einfach verschwinden. Diese Sorge ist aber unbegründet – der Content bietet echten Mehrwert. Er wird nämlich der Videosammlung hinzugefügt. Wenn das Video hinterher nicht gelöscht wird, kann es zu einem späteren Zeitpunkt weiterverwendet oder über andere Social-Media-Kanäle geteilt werden.

Wann kann man als Online-PR-Agentur „Facebook Live“ bestmöglich nutzen?

Natürlich ist das Format vorrangig für Events geschaffen. Es korrespondiert mit dem Live-Charakter vor Ort, der User ist „mittendrin, statt nur dabei“. Allerdings ist es nicht die einzige Möglichkeit, „Facebook Live“ passend in das Community-Management einfließen zu lassen: Aufgrund der Live-Kommentarfunktion können User auch aktiv in eine Fragerunde involviert werden – es entsteht also ein interaktives Interview. Previews oder Sneak Peeks rund in der Markenkommunikation können ebenso produziert und distribuiert werden.

„Authentizität“ in Social Media: Wie wichtig ist das Thema?

Zwangsläufig ein Thema. So professionell die Berichterstattung produziert wird, eine gewisse Nahbarkeit evoziert ein Live-Video immer – sei es im Fernsehen oder in Sozialen Netzwerken. Eben das ist ein großer Vorteil für die aktuelle Berichterstattung. Während vor einigen Jahren noch Professionalität im Vordergrund stand, ist es nun eine authentische Berichterstattung, die den Zuschauer verharren lässt.

Kann jeder „Facebook Live“ nutzen?

Einerseits lautet die Antwort zu dieser Frage „ja“: Technisch kann es wirklich jeder, der bei Facebook angemeldet ist und keine Scheu hat, auf den Live-Button zu drücken. Andererseits ist die Antwort ein ganz klares „nein, nein, nein!“. Denn die Möglichkeit der Live-Berichterstattung bietet noch nicht das Können. Es gibt zahlreiche Negativ-Beispiele, die auf Facebook zu „bewundern“ sind: Der Zuschauer erkennt dort schnell, dass der Verantwortliche mit der Funktion selber so sehr beschäftigt ist, dass die Berichterstattung darunter massiv leidet. Der „Regisseur“ sollte sich vorab (wie bei jedem klassischen Video) eine Story überlegen, die er verfolgt. Aber mehr dazu im nächsten Absatz…

Was habe ich bei der Berichterstattung von Live-Videos zu beachten?

Vorab: Eine Live-Übertragung ist die Königsdisziplin der Video-Berichterstattung. Wenn die Storyline steht (Was will ich zeigen? Wo will ich es zeigen? Was ist meine Message? Gibt es eine Klimax?), ist das nur ein Bruchteil der Planung. Da es sich um ein audiovisuelles Medium handelt, muss man sich auch Gedanken rund um die Optik und den Ton machen: Wo habe ich gutes Licht? Wie soll der Bildausschnitt sein? Bewege ich mich während der Übertragung? Welche Art von Mikrofon nutze ich – brauche ich überhaupt Ton? Kurz gesagt: Der Regisseur und/oder Kameramann muss vorab möglichst alle Situationen durchgespielt haben. Mit mehr Erfahrung kann man auch spontaner handeln, eine detaillierte Storyline inklusive einer klaren Definierung der Kamerapositionen und Tonwiedergabe sollte dennoch immer vorab aufgesetzt werden.

Gibt es schon neue Trends bei Facebook?

Ein Trend jagt den nächsten. Das Bewegtbild bleibt natürlich, allerdings entwickelt es sich weiter. 360-Grad- und Virtual-Reality-Videos sind im Kommen. Während Videos mit einer 360-Grad-Kamera schon vermehrt genutzt und distribuiert werden, ist die VR-Technik noch nicht massentauglich. Der Weg dorthin soll aber geebnet werden.

Und warum nutzen so wenige Unternehmen „Facebook Live“?

Das wichtige Stichwort ist Kontrollverlust. Live-Berichterstattung bedeutet auch Fallhöhe. Sofern Fehler gemacht werden, haben sie direkt Auswirkungen. Daher ist es für Unternehmen wichtig, einen kompetenten Partner zu finden, der vertrauensvoll und professionell agiert. Denn eines ist sicher: An Live-Videos kommen Unternehmen nicht vorbei, sofern sie die Wünsche der Zielgruppe nicht außer Acht lassen möchten.

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