Instagram Stories vs. Snapchat – Ein Update

Gut drei Monate ist es nun her, dass Instagram sein Tool Instagram Stories launchte. Zeit für eine erste Bilanz: Wie hat sich Instagram-Stories seitdem verändert und vor allem: Kann es mit dem Konkurrenten Snapchat mithalten?

Auf den ersten Blick sind sich die beiden sozialen Netzwerke sehr ähnlich: Auf beiden Kanälen können Nutzer Fotos und Videos bis zu 10 Sekunden hochladen, die dann 24 Stunden für Follower zu sehen sind. Auf beiden Kanälen kann der Content zusätzlich bearbeitet werden, bevor er hochgeladen wird. So kann man beispielsweise Sticker hinzufügen, etwas schreiben oder malen. Der Kreativität der Nutzer sind kaum Grenzen gesetzt.

Und beide Kanäle gewähren Unternehmen, die sie für ihre Kommunikation nutzen, einen entscheidenden Vorteil: Sie schaffen Authentizität. Unternehmen können hier ein ganz anderes Bild von sich zeigen, einen Blick hinter die Kulissen. Der Live-Content macht es möglich, neben perfekt inszenierten Werbeauftritten wie auf Facebook auch authentischere Eindrücke zu liefern, „den Follower mitzunehmen“. Das Stichwort lautet Storytelling: Beliebig viele Bilder und Videos können in den Stories aneinandergereiht werden. Dadurch kann eine richtige Geschichte entstehen. Es gilt, die Follower täglich mit neuem, überraschendem und außergewöhnlichem Content zu überzeugen. So wird die „Fear of Missing Out“ angeheizt, von dem diese Kurzzeit-Content Plattformen leben. Der Nutzer fürchtet, etwas Spannendes zu verpassen, wenn er nicht täglich einen Blick auf seine Lieblingskanäle wirft.

Betrachtet man Instagram-Stories und Snapchat einmal im Detail, so fallen schnell entscheidende Unterschiede auf. Bisher hatte Snapchat mit seinen zahlreichen Filtern in puncto Kreative Bearbeitung der Snaps definitiv die Nase vorn. Bekannt ist das Netzwerk vor allem für seine Facemapping Filter, mit denen man sich durch die unterschiedlichsten Masken klicken kann, die sich an die eigene Gesichtsform anpassen. Am berühmtesten sind hier wohl Hundegesichter und Blumenkränze im Haar – Snapchat lässt sich aber auch beinahe täglich etwas Neues einfallen. Der eigens erstellte Content kann außerdem mit Geo-Filtern versehen werden. Diese Funktion eignet sich zum Beispiel optimal für Events. Hier haben Unternehmen beispielsweise auch die Möglichkeit, eigene Geo-Filter für die Besucher Ihres Events zur Verfügung zu stellen – von den Kosten einmal abgesehen.

Wo Instagram Stories Snapchat bis vor kurzem noch nachstand, holt es jetzt auf: Bisher waren die Möglichkeiten zum Bearbeiten der eigenen Stories noch sehr begrenzt. Jüngst veröffentlichte Instagram aber neue Tools für seine Stories, mit denen die User ihre dortigen Posts noch weiter „pimpen“ können. So ist es jetzt möglich, Personen bzw. Unternehmen in seinen Story-Posts zu verlinken (Beispiel @SMART__PR), sodass andere Nutzer durch einen Klick direkt auf das verlinkte Profil weitergeleitet werden. Dies ist für Unternehmen vor allem dann interessant, wenn sie mit Bloggern arbeiten, die in ihren Stories auf das beworbene Unternehmen verweisen wollen. Zudem ist die dem einen oder anderen bereits bekannte App Boomerang jetzt automatisch mit Instagram Stories vernetzt, sodass Videos in der Story sofort mit dem Boomerang-Effekt versehen werden können. Diese Features gestalten die Stories wesentlich spannender als zuvor.

Aber wer hat denn jetzt nun endgültig die Nase vorn? Früher oder später setzt sich immer die Plattform mit den meisten Nutzern durch. Die beiden Konzerne liefern sich in dieser Hinsicht ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Veröffentlicht der eine ein neues Tool, zieht der andere nach. Es bleibt also weiterhin spannend. Nur eines ist gewiss: Um am Puls der Zeit zu bleiben, sollten Unternehmen beide Tools für ihre Kommunikation prüfen. Denn eins ist sicher: Ohne Bewegtbildcontent geht in den Sozialen Medien bald nichts mehr. In unserem Whitepaper “Wie nutze ich Snapchat als Unternehmen? – Best Practice zur ‚IAA Nutzfahrzeuge‘-Messe“ können Sie erfahren, wie und was für Unternehmen auf Snapchat möglich ist.

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